Eisvogel

Anfang Februar hatte Rainer Schaaf die Möglichkeit im Norden von Deutschland ein Eisvogelweibchen fotografieren zu können. Getarnt und mit entsprechendem Tele Equipment wartete er ab dem frühen Morgen an einem Teich, wo das Eisvogelweibchen die letzten Wochen täglich "vorbeischaute". Das Wetter war perfekt für die Eisvogel Fotografie. Bewölkt, dadurch total weiches Licht, somit keine "Spitzenlichter" auf dem Eisvogel (gerade die kleinen weißen Stellen am Kopf "brennen" extrem schnell aus), ab und an leichter Regen und zwischendurch zeigte sich auch einmal etwas Sonne durch die Wolken. Das Eisvogelweibchen erschien über den ganzen Tag verteilt sehr oft am Teich, verweilte im Regelfall - aber nicht immer - auf dem vorbereiteten Ansitzast. Teilweise setzte sich das Eisvogelweibchen auch links oder rechts auf Äste der am Teich vorhandenen Sträucher. Meistens konnte man den Eisvogel aber trotzdem gut beobachten und beim Fischen zuschauen. Sobald das Eisvogelweibchen auf den Ansitzast gelandet war "spielte" sich immer ein ähnliches Ritual ab. Nach der Landung die Umgebung "sichern", dann den Teich nach Beute absuchen und dann "pfeilschnell" ins Wasser eintauchen um einen Fisch zu erbeuten. Wenn sie erfolgreich einen Fisch gefangen hatte - was aber nicht immer der Fall war, dann wurde der Fisch mit schnellen Schlägen auf dem Ast betäubt und dann verschluckt. Teilweise saß das Eisvogel Weibchen bis zu 20 Minuten vor meinem Tarnzelt, fischte zwischendurch immer mal wieder und "erholte" sich von der Anstrengungen. Sobald die Sonne raus kam und den Eisvogel "anstrahlte" hat er - neben den "normal" belichteten Aufnahmen - auch Lowkey Aufnahmen gemacht. Hierbei wurde die Belichtung auf -2 bis -3 korrigiert und der entsprechende Lowkey Effekt später dann im Photoshop etwas verstärkt. An diesem Tag wurde einmal mehr klar - auch unterstützt durch das "weiche" Licht, wieso man den Eisvogel auch den "blauen Diamanten" nennt.